Holzarten von A-Z
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Birnbaum und ähnliche Hölzer

Der Birnbaum ist eine der ältesten europäischen Kulturpflanzen, vornehmlich wegen seiner schmackhaften Früchte, die im Verlauf der vergangenen zwei Jahrtausende zu großer züchterischer Vielfalt entwickelt wurden. Heute zählt Birnbaum mit Ahorn, Esche, Hainbuche, Kirsche, Nußbaum und Ulme zu jenen wirtschaftlich bedeutenden einheimischen Nutzhölzern, die in so geringen Mengen anfallen, daß der Bedarf i.d.R. nicht gedeckt werden kann. Das auf dem deutschen Markt angebotene Holz rekrutiert sich im wesentlichen aus Obstkulturen, die wegen Überalterung und/oder mangelnder Wirtschaftlichkeit aufgegeben werden. Die besser dimensionierte Wildbirne aus Laubmischwäldern hat nur noch einen geringen Anteil am Gesamtaufkommen. Der in den vergangenen Jahren stark zunehmende Trend zu einheimischen Hölzern bzw. zu solchen aus gemäßigten Klimazonen hat die andauernde Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage gerade bei Birnbaum besonders deutlich werden lassen. Um vor allem den großen Bedarf an Hölzern in Furnierqualität im Ausstattungssektor decken zu können, werden außer Birnbaum zunehmend ähnliche Hölzer wie die verwandte Elsbeere sowie einige Ahorn- und sogar Birkenarten verarbeitet.

Bongossi

Brasilkiefer

Araucaria angustifolie, Araucariaceae
Das Holz der Brasilkiefer oder auch Parana Pine genannt, ist das in Europa am häufigsten verwendete südamerikanischE Nadelholz. Obwohl es in seiner Bedeutung durch eine starke Verminderung der Naturbestände zurückgegangen ist, wird e: wegen der für ein Nadelholz ungewöhnlich glatten Oberfläche, der gleichmäßigen Struktur, der Astreinheit und der relativ guten Festigkeitseigenschaften immer noch für viele Zwecke bevorzugt verwendet.

Bubinga (Kevazingo)

Die strukturell sich sehr ähnlichen Arten der Gattung Guibourtia bilden in Westafrika zwei meist streifige, aber durch ihre Färbung sich deutlich unterscheidende Gruppen: die braunen bis olivbraunen Hölzer Ovengkol und Mutenye und die hell- bis dunkelroten Hölzer, die meist der Gruppe Bubinga zugehörig sind.

Buche

Fagus sylvatica L., Fagaceae
Unter den in Deutschland heimischen Laubbäumen leistet die Buche den größten Beitrag zur deutschen Forst- und Holzwirtschaft. Gegenwärtig wächst die Buche auf knapp über 20% der bundesdeutschen Waldfläche und hält einen fast eben so großen Anteil am jährlichen Holzaufkommen. Wie eine Reihe anderer Laubhölzer gemäßigter Klimazonen (z.B. Ahorn, Birke, Erle u.a. erlebt die Buche seit 5 Jahren auf dem heimischen Markt einen kontinuierlichen Aufschwung. Diese Entwicklung ist um so bemerkenswerter, als sie sich vor allem im Ausstattungssektor vollzieht, also in einem Bereich, in dem die Buche traditionell eine eher untergeordnete Bedeutung hatte. Das heimische Aufkommen an Buchenholz wird durch Importe von Rund- und Schnittholz sowie von Fertigprodukten vorwiegend aus Frankreich und Osteuropa ergänzt.

Cambara

Canarium (Aielé)

Canarium schweinfurthii, Burseraceae
Die westafrikanische Holzart Canarium ist mit dem bekannten Schalholz Okoumé nahe verwandt, besitzt ein ähnliches Aussehen sowie ähnliche Eigenschaften und kann weitgehend wie diese Holzart verwendet werden.

Cedar, Yellow

Cedro

Cedro zählt zu den seit Beginn des Überseeholzimportes bekannten Arten; obwohl es anfangs viel verwendet wurde, verlor es u.a. durch die Einfuhr afrikanischer Hölzer an Bedeutung. Es kann aber durch die Förderung des Schnittholzimportes erneut Interesse erlangen. In Lateinamerika gehört dieses Handelsholz zu den Standardhölzern mit einer konstanten und weit gefächerten Verwendung. Cedro ist ein aromatisches Laubholz aus der Familie der Mahagonihölzer (Meliaceae); trotzdem wurde es aber mit einem von dem Nadelbaum Zeder (botanisch = Cedrus) abgeleiteten Namen bezeichnet. Durch diese früher übliche Methode, Hölzer ohne Rücksicht auf ihre botanische Zugehörigkeit zu benennen, entstanden vielerlei Verwechslungen zwischen Nadel- und Laubhölzern.

Cedrorana, Tornillo

Cedrelinga catenaeformis
Cedrorana ist ein in Europa noch wenig bekanntes Nutzholz aus Südamerika, dessen Verbreitung sich über das gesamte Amazonasbecken vom östlichen Peru bis zum Unterlauf des Amazonas im brasilianischen Bundesstaat Parä erstreckt. Das Holz ist bei durchschnittlichen Eigenschaften sehr vielseitig nutzbar und vor allem in Peru von großer holzwirtschaftlicher Bedeutung. Seit etwa 25 Jahren laufen in der Amazonasregion wie auch anderen Ländern Süd- und Mittelamerikas erfolgreiche Versuche mit der Anpflanzung von Cedrorana unter verschiedenen forstlichen und agroforstlichen Bewirtschaftungssystemen. Der bezüglich Wuchsleistung und -qualität vielversprechende Baum ist im tropischen Amerika einer der wichtigsten Bestandteile nationaler und internationaler Initiativen zur Entwicklung bewirtschafteter forstlicher Ressourcen, die zur nachhaltigen Holzversorgung und damit Schonung der noch bestehenden Primärwälder beitragen können.